Selbst beim Verstellen des Mahlgrades (etwa beim Bohnenwechsel oder einem Wetterumschwung) re-kalibriert sich das computergesteuerte System automatisch. Dem nächsten Tiefdruckgebiet lachen wir künftig also einfach ins Gesicht …
Was erwarten wir von einer Espressomühle für die Gastronomie? Präzision und Unzerstörbarkeit!
Es gibt so einige namhafte Produzenten von Mahlwerken in Italien – doch Mazzer gibt es nur einmal. Was La Cimbali für die Espressomaschine ist, das ist das 1952 von Luigi Mazzer aus der Taufe gehobene venezianische Mühlen-Imperium auf dem Gebiet der fachgerechten Zerkleinerung von Kaffeebohnen: ein echter Platzhirsch.
In den vergangenen Jahren hat sich das für seine Produkte weltweit angesehene Unternehmen allerdings einen Tick zu sehr auf den ehedem eingefahrenen Lorbeeren ausgeruht. Digitale Direktmahler wie die Major, insbesondere aber die konischen Vertreter Kony und Robur sind grundsolide, über jeden Zweifel erhabene Arbeitstiere – innovativ aber waren andere. Nun jedoch scheint man in Gardigiano di Scorzè den Schuss gehört zu haben. Resultate: Ein tatsächlich funktionierendes „Grind by weight“-System, das riemengetriebene Monster Kold sowie ein ernstzunehmender EK43-Gegenspieler namens ZM für die Filter-Fraktion.
Die Smart Portafilter Platform (SPP)
Noch ist kein Serienmodell am Markt verfügbar, doch wir sind uns sicher: Mazzers patentierter Ansatz, die Dosis nicht (wie üblich) nach der Zeit, sondern basierend auf dem tatsächlichen Gewicht des Mahlgutes zu steuern, wird den Direktmahler revolutionieren. Nach sieben Jahren Entwicklung 2015 erstmals auf der HOST in Mailand vorgestellt, erlaubt das Bluetooth-fähige System sogar das „Zwischenrütteln“ oder „Aufklopfen“ während des Dosierens.
„Wir arbeiten in unseren Cafés ausschließlich mit Mazzer Kony und Kold, weil sie sowohl von der Qualität und Konsistenz des Mahlgutes als auch ästhetisch perfekt zu unseren KvdW-Maschinen passen.“— Kristian Moldskred, Oslo Kaffe Bar, Berlin
Zero retention? Hell, yeah!
Dass die Jungs und Mädels von Mazzer wieder hungrig sind, beweisen sie zur Zeit mit noch einem weiteren spannenden Neuzugang im Portfolio: der Filtermühle ZM. Fußend auf einem Modell aus den Sechzigern, öffnet sich nun auch Mazzer dem momentan grassierenden Filter-Trend. Mit der ZM gibt es endlich einen würdigen Kontrahenten zu Mahlkönigs EK43 – dank vertikaler Mahlscheiben mit verschwindenden 0,3 Gramm Totraum. Das Serienmodell wird darüber hinaus 20 (!) präferierte Mahlgrade per Tastendruck abrufbar machen sowie On-Demand-Dosing ermöglichen. Und schön ist das Ding obendrein. Warm anziehen, Konkurrenz!
Endlich wieder Zug zum Tor
Standort
Mazzer
The Mathematics Of Coffee
Modelle
Mini E
Obschon nicht die Schnellste unter der Sonne, hat Mazzers Kleinformat nach wie vor eine stabile Fangemeinde. Wenn wir wählen dürften, wir würden eher die seltenere Version B mit per Siebträger auslösbarem Bezug nehmen. Erhältlich in schwarz, weiß, rot oder Alu poliert – und ab Sommer 2017 auch in Filter-Ausführung!
Major E
Ein ziemlicher Brecher – aber unzerstörbar und qua 83mm-Scheibe auch mit ordentlich Wumms unter der Haube. Mazzers Major E ist die sichere Bank in jedem Bar-Setup. Bei uns in Mattschwarz, Weiß sowie edlem Aluminium poliert am Lager.
Kony E
Mazzers „kleine“ Konische ist eine veritable Ikone, wenn es um fluffig-konsistentes Mahlgut für Third-Wave-Locations mit mittlerer Schlagzahl geht. Darüber hinaus ist die Kony die unzweifelhaft ästhetisch ansprechendste Mühle im Portfolio der Venezianer. Liebe auf den ersten Blick. Gestern, heute, immer wieder.
Robur E
Auch die Robur ist ein Klassiker – und mithin so etwas wie die Blaupause aller angesagten großhubigen Conicals. Nicht kleckern, sondern klotzen lautet hier die Devise. Ein gern gesehener Timesaver in den belebtesten Kaffeebars rund um den Planeten. Mit dieser Mühle macht keiner was falsch. In Alu poliert der ideale Gegenspieler zur Kees van der Westen Spirit.
E37T
Vielleicht die spannendste Mühle für die Third-Wave-Community. Titan-beschichtete 83mm-Mahlscheiben, aktive Temperaturkontrolle der Mahlkammer, elektronisch geregelter Lüfter, bärenstarker 740W-Motor – und mit 5g/Sek. flink wie ein Wiesel.
Kold E
Das konische Herzstück ist im Grunde dasselbe wie das der Robur – und doch bietet die kantigere Kold zwei entscheidende Pluspunkte. Denn neben der feineren mikrometrischen Justierbarkeit sorgt die mittels Riemenantrieb gewährleistete Entkoppelung von Motor und Mahlwerk für sensationell wenig Wärmeentwicklung am Kaffee. Wir sagen: Benchmark.
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